Toronto & Niagara Falls

Seit gestern Nachmittag bin ich zurück von meinem Trip. Die Woche hatten fast alle Studenten der uOttawa frei, so dass ich wie die meisten anderen Austauschstudenten die Zeit zum Reisen genutzt habe. Statt nach Miami, Orlando oder Singapur ging’s für mich allerdings „nur“ nach Toronto, zu den Niagara Fällen und nach Trenton zu Isabelle und ihrer Familie, einer Freundin aus dem Wohnheim. Neben Vancouver waren Toronto und die Niagara Fälle für mich noch die letzten Orte, wo ich unbedingt während des Auslandssemesters hinwollte. Mit nur 5 Stunden Fahrt liegt Toronto ja auch ganz in der Nähe, quasi ein Katzensprung in Kanada ;-)

Nach der Ankunft in Toronto haben wir uns erst mal auf den Weg zum Hostel gemacht, um unsere Sachen abzulegen und danach gings auf den CN Tower hoch. War ganz nett, aber ich fand den Preis doch ein bisschen zu überteuert ;-) Lustigerweise haben wir auf der Aussichtsplattform Willy, einen anderen Austauschstudenten, getroffen. Das ist jetzt schon die dritte oder vierte zufällige Begegnung in den USA/Kanada (Max und seine Tante haben wir auf Cape Cod kennen gelernt und dann zweimal in Harvard getroffen, drei Mädels aus Deutschland, die wir auch auf Cape Cod kennen gelernt haben, haben wir anschließend im Greyhound auf dem Weg nach Kanada und dann nochmal morgens im Hostel in Montréal getroffen), wirklich witzig, wo man die Leute überall so trifft.

Sonnenuntergang über den Great Lakes vom CN Tower aus.

Danach wollten wir eigentlich noch den Sonnenuntergang von Toronto Island aus beobachten, aber der Sonnenuntergang war dann ja eh schon vorbei und die Fähre ist nicht mehr gefahren. Haben dann stattdessen eine Weile nach einem Restaurant gesucht und sind natürlich beim Asiaten gelandet. Und weils dort so günstig war, waren wir Dienstag Abend gleich nochmal dort Essen ;-)

Verrückte Asiaten und Sascha.

Dienstag sind wir gegen Mittag zu den Niagara Fällen gefahren. Leider hat es angefangen zu regnen, als wir bei den Fällen waren. Die Niagara Fälle sind nicht mal die höchsten Fälle in Kanada, aber trotzdem fand ich es interessant das mal zu sehen, aber ein Highlight wars jetzt nicht gerade. Noch dazu kommt, dass das Örtchen eine einzige Touristenhochburg ohne Charme war und man sich auf der Hauptstraße ein bisschen wie auf dem Rummel vorkam. Eigentlich wollten wir dann in ein Outlet, aber da wir das nicht gefunden hatten und kein amerikanisches Bargeld dabei hatten, haben wir es dann dabei belassen und sind wieder zurück gefahren, da der nicht-deutsche Teil unserer Reisegruppe für Regen und kühlere Temperaturen nicht gewappnet war.

Toronto ansich hat mir total gut gefallen. Trotz Regen haben wir uns am Mittwoch dann noch die einzelnen Viertel der Innenstadt angeschaut, auch wenn es ohne Dauernieselregen sicher schöner gewesen wäre. Im Vergleich zu den anderen kanadischen Städten ist es eben eine richtige Großstadt.

Abends sind wir dann zu Isabelle gefahren, die zwischen Toronto und Ottawa in Trenton wohnt und dort die letzten zwei Tage noch verbracht. Das war wirklich super – leckeres Essen, Shopping in Kingston (ich bin jetzt ausgestattet für Kälte mit neuen Handschuhen und Mütze!), DVD schauen, quatschen, chinesische Ausdrücke lernen und noch mehr Essen. Jaa, Essen könnte man hier schon gut, aber kalorienarm ist es nicht gerade :-D Von Isabelles Familie wurden wir auch sehr nett aufgenommen und es war wirklich interessant, mal für zwei Tage das Familienleben kennenlernen zu können, da ich während meines Paris-Aufenthaltes zum Beispiel allein durch das tägliche Miteinander mit der Gastfamilie viel mehr vom französischen Leben mitbekommen habe als ich bisher vom kanadischen Leben mitbekommen konnte. Und natürlich haben wir auch nen Halloween-Kürbis gemacht – Mr. J! (eigentlich ging es nämlich bei den anderen Mädels abgesehen von Carina und mir auch permanent nur um Männer, die alle Decknamen haben wie Mr. S, Mr. G usw…).

So und jetzt bin ich wieder zurück und darf so ein doofes Assignment für meinen Französisch Kurs schreiben, aber immerhin auf Englisch… Die ersten Prüfungsergebnisse hab ich auch schon und entgegen meiner Erwartungen lief es doch besser als ich dachte… :-D

Und was gibt’s bei euch so Neues?!

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Reading Week

Hallo,

die letzten Tage waren eher ruhig und viel mehr als den Trip für nächste Woche etwas zu planen, einzukaufen, zu skypen, mal wieder zum Hockey zu gehen, Hausparty und zu chillen hab ich eigentlich nicht gemacht. Dabei müsste ich noch so ein doofes Assignment schreiben…

Jedenfalls geht’s morgen erst mal nach Toronto, wo wir bis einschließlich Mittwoch bleiben. Anschließend fahren wir noch zu Isabelle, von der aber niemand weiß, wo sie genau wohnt oder wie wir da genau hin und dann wieder zurück nach Ottawa kommen. Aber das wird schon! ;-)

Da an meiner Kamera sämtliche Rädchen klemmen, hatte ich auch nicht wirklich Lust zu fotografieren, aber in Toronto und an den Niagara Fällen werde ich sicher ein paar Fotos machen. Wer mal mehr über die Uni lesen will, der kann meinen Eintrag dazu hier (http://www.studentischeberatung2punkt0.de/einblicke/2011/10/the-canadian-way-of-studying/) lesen. Oder interessiert euch das? ;-)

Midterms…

Hallo!

Die letzten Wochenenden standen leider eher unter dem Motto Uni anstatt Reisen. Dabei war das Thanksgiving-Wochenende ja sogar ein langes Wochenende… Unser Thanksgiving stand allerdings ganz unter dem Motto „Thanksgiving goes Asia“ – eineinhalb Stunden lang haben wir alles an Sushi, Frühlingsrollen und sonstigen asiatischen Leckereien in uns hineingestopft. War aber unglaublich lecker und wird sicher noch mal wiederholt. Außerdem hatten wir wirklich super Wetter, so dass wir an dem Wochenende sogar noch in kurzen Klamotten herumgelaufen sind. Jetzt sieht das schon ganz anders aus…

Am Freitag haben wir uns dann mal dem traditionellen kanadischen Sport gewidmet und haben die uOttawa Uni Ice Hockey Mannschaft unterstützt – hat aber leider nicht so gut geklappt und das Team hat 2:4 gegen ein Team aus Québec verloren. Das Zugucken hat aber trotzdem Spaß gemacht. :-)

Letzte Woche Freitag hatte ich dann mein erstes Midterm Exam und heute das zweite, Donnerstag ist dann eeeeendlich auch die letzte Prüfung für diesen Monat geschafft. Also drückt mir die Daumen ;-)

Meine Lernmotivation: Reese. Unter der Schokolade befindet sich pure Erdnussbutter. Vermutlich eher ein Schokoriegel für Leute, die an Erdnussbutter gewöhnt sind, aber da wir eine Stunde lang im Advertising and Promotion Kurs darüber gesprochen haben, musste das mal ausprobiert werden! ;-)

Tadoussac & Québec City

Am Wochenende war das Dreiergespann mal wieder unterwegs, diesmal ging’s zum Wale-gucken nach Tadoussac und nach Québec City. Statt die Planung selbst in die Hand zu nehmen haben wir uns für den Trip einfach über die uOttawa Gee Gees (Unisport) angemeldet. Auch mal ganz nett, sich nicht selbst um Bustickets und Hostels kümmern zu müssen… Der Nachteil daran war, dass wir freitag morgens bereits um 6 Uhr losgefahren sind – und das, obwohl wir drei in der Nacht noch bei Tila Tequila waren und dementsprechend 0-3 Stunden geschlafen haben. Aber uns standen ja auch mehr als 8h Busfahrt bevor, wo wir genug Zeit hatten zum Schlafen.

Zum Mittagessen haben wir in Sainte-Anne-de -Beaupré angehalten, ein winziges Örtchen mit monströser Basilika.

Tadoussac

Am nächsten Morgen stand dann das Whale-Watching auf dem Programm. Das ist wohl auch das einzige, was man in Tadoussac machen kann. Leider wollten sich nicht allzu viele Wale blicken lassen, aber dennoch haben wir einige gesehen. War wirklich schön und wir waren auch ziemlich lange draußen, wobei es auch sehr kalt war, trotz dicker Socken, mehreren Jacken, Mütze, Schal und Handschuhen.

Mittags ging es dann nach Québec City. Die Stadt haben wir aber erst abends erreicht, dementsprechend standen nur noch Abendessen und Bar & Club auf dem Programm. Die Bar hat mir ganz gut gefallen aufgrund der Atmosphäre (Live-Musik und gute Stimmung unter den Leuten), der Club konnte mich mit Cotton-Eye-Joe gar nicht überzeugen… Da sind wir dann recht schnell wieder raus. Am nächsten Morgen haben wir uns dann noch 2h durch Québec City führen lassen und hatten danach Zeit, uns die Stadt noch selbst anzugucken. Allerdings war es extremst windig, so dass wir die Zeit in einem Café und mit bummeln vebracht haben. Die kanadischen Städte sind ja sowieso nicht so groß, so dass wir auf der Stadtführung eigentlich schon das wichtigste gesehen hatten ;-) Von den Städten in Kanada ist Québec City aber die Stadt, die mir auf Anhieb am besten gefallen hat. Leider habe ich irgendwie kaum Fotos gemacht…

Als letzter Programmpunkt stand dann noch mal ein Abendessen auf dem Programm. Unser Guide Stéphane hat uns eine Flasche Maple-Schnaps (?!) spendiert, hat ein wenig wie Amaretto mit Ahornsirup-Geschmack geschmeckt :-) In kulinarischer Hinsicht war das Wochenende wirklich top. Überall gab es mehrere Gänge und zum Ende wurde das Essen auch immer leckerer, vor allem das Buffet gestern Abend. Zudem haben wir mal wieder ein paar nette neue Leute kennen gelernt und wieder etwas Neues in Kanada gesehen. Samstag mittag hat Celina (die Begleiterin von Stéphane) uns noch Inuit-Lieder vorgesungen und Carina und Sascha können zumindest den Refrain eines Liedes „singen“ ;-) Es klingt sehr witzig! Die nächste Zeit wird dann erst mal die Uni im Vordergrund stehen, da wir nächste Woche schon mid-terms haben usw. …