Vancouver!

Seit Donnerstag sind wir nun in Vancouver! Die letzten Tage in Ottawa waren irgendwie aufgrund der letzten Klausur, dem packen und den ganzen Abschiedsparties stressig. Nach 3h Schlaf (für mich, die anderen haben gar nicht geschlafen ;-) ging es dann um 5 Uhr morgens mit dem Bus zum Flughafen. Annie, Alice, Christine, Michiel und Thiemo haben uns dann sogar noch morgens um 5 Uhr verabschiedet, war echt total lieb dass die so lange wachgeblieben sind! :-) Im Flugzeug haben wir dann erstmal unser Essen bekommen (wir hatten das im Ticket mitgebucht, scheinbar als einzige) und danach bin ich erst wieder aufgewacht, als wir nur noch 1h fliegen mussten. Die 5,5 Stunden Flugzeit gingen daher ziemlich schnell vorbei. Danach sind wir zu unserem Apartment, das ist echt ganz schön und gemütlich, leider nicht soo zentral, aber dafür ziehen wir ja am Montag um in ein Hotel in Downtown.

Donnerstag waren wir nur noch kurz am Ufer, von wo aus man einen schönen Blick auf Downtown und die Berge hatte. Seit gestern regnet es aber leider, weswegen die restlichen Fotos alle etwas dunkel geworden sind. Gestern abend waren wir abends noch auf dem Weihnachtsmarkt und haben einen Glühwein getrunken, der mit $6 gar nicht mal so überteuert war wie vorher angenommen. Auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt konnten wir dann auch noch die teilweise etwas übertriebene Weihnachtsdeko der Kanadier sehen :D

Heute waren wir dann nur einkaufen für heute abend, da es den ganzen Tag regnet… Die nächsten Tage wird das Wetter dann hoffentlich etwas besser, aber der Regen ist in dieser Jahreszeit wohl typisch für Vancouver. Die nächsten zwei Wochen werden aber so oder so super… :-)

Später kochen wir dann noch unser „Weihnachtsessen“, aber für mich ist es dieses Jahr eher ein ganz normaler Tag. Zum Essen gibts dann dieses Jahr Klöße und Kroketten, Frikadellen mit Bratensoße und Champignons und zum Nachtisch Mousse au Chocolat à la Dr. Oetker ;-)

Frohe Weihnachten.

5

Die letzten Tage vergingen wie im Flug…! Jetzt bleiben noch 5 Tage in Ottawa. Leider blieb in der letzten Zeit auch gar nicht sooo viel Zeit, andere Dinge zu machen, da ich drei Klausuren an drei aufeinanderfolgenden Tagen geschrieben habe… Jetzt ist das gröbste aber überstanden und ich schreibe nur noch einen Multiple Choice Test am Mittwoch abend, bevor wir Donnerstag ziemlich früh losfliegen nach Vancouver. Das „kleine Problem“ mit der Ferienwohnung konnten wir zum Glück auch lösen – hat aber nochmal einiges an Zeit und Nerven gekostet aber wir haben wohl eine Lösung gefunden, mit der wir alle zufrieden sind.

Die Mädels auf der Dinner Party

Vorletztes Wochenende stand eine Dinner Party an. Das Essen war wirklich super lecker, eines der besten seit längerem ;-) Anschließend sind wir wieder zurück ins Wohnheim gefahren um dann noch feiern zu gehen. Da ziemlich viele Leute mit waren war es ganz witzig, aber dass ich die Discos hier nicht so besonders mag hab ich glaub ich auch schon mal irgendwo erwähnt. Am Samstag war dann nicht viel los, die meisten hatten nen kleinen oder größeren Hangover. Wir waren daher abends beim letzten Hockey Heimspiel der Gee Gees vor unserem Abflug. Und tatsächlich haben die Gee Gees auch mal gewonnen!

Tabaret Hall weihnachtlich geschmückt

Pünktlich zum Nikolaus (der hier übrigens gar nicht ‚gefeiert‘ wird) erreichte mich dann endlich ein Paket aus Deutschland mit Plätzchen und einer Süßigkeitenration für die letzten Tage hier, worüber ich mich natürlich sehr gefreut habe :-) Jetzt hab ich auch endlich einen Adventskalender, mit dem die Zeit bis zum 25.12. sogar noch schneller vorbei geht. Allerdings habe ich nach 10 Tagen schon fast alles aufgegessen…Na ja, vielleicht bekomme ich ja bald nochmal etwas Nachschub ;-)

In der Zwischenzeit waren wir dann nochmal bei Cora’s frühstücken und es war wieder richtig super. Ich habe was mit Früchten bestellt und dazu gabs dann zum dippen eine Art Nutella – sehr lecker! Außerdem waren wir nochmal im Kino in „The Descendants“ mit George Clooney, aber so wirklich umgehauen hat mich der Film nicht, da fand ich „J. Edgar“ viel besser. Dennoch eine nette Abwechslung zu Gossip Girl, da habe ich bald alle Folgen durch ;-) Sonst war wie gesagt aufgrund der Klausuren und letzten Assignments nicht so viel los. Die ersten Leute sind auch schon weg oder fahren jetzt am Wochenende.

Obwohl hier irgendwie nicht sooo viel Weihnachtsstimmung aufkommt, ist die ganze Dekoration und Beleuchtung echt schön – teilweise natürlich etwas zu kitschig, aber so ist mans ja aus Nordamerika gewöhnt! Schnee haben wir bisher leider nicht viel gesehen, der ist immer wieder gleich weg. Dafür ist es heute verdammt kalt mit minus 12 Grad…

Gestern abend waren wir dann noch Poutine essen, da wir das bisher erst einmal an der Uni gegessen haben und das war nicht soo besonders toll. Daher waren Carina und ich mit Alice, Léa und Pauline in der Smoke’s Poutinerie. Poutine sind Pommes mit dunkler Bratensoße und Cheddar Käse. Ja, nicht besonders gesund, aber ab und an wirklich ganz lecker, wenn man Lust auf Fast Food hat.

Heute abend geht es dann nochmal auf eine Party, bevor es dann bald vorbei ist. Ich freue mich aber auch schon darauf, wieder zu reisen und was anderes zu sehen und aus diesem Wohnheim auszuziehen…

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Endspurt…

…bis es wieder nach Deutschland geht dauert es zwar noch ein bisschen, aber die Studienzeit neigt sich so langsam schon dem Ende zu. Nächsten Mittwoch enden die Vorlesungen, die letzten Gruppen- und Einzelarbeiten müssen eingereicht werden und dann folgen noch die Final Exams… Ja und das war’s dann auch schon mit dem „Abenteuer Auslandssemester“. Zeit also, mal etwas zurück zu blicken (im Endeffekt habe ich aufgrund der Tests und Assignments und des kälteren Wetters in den letzten Wochen nämlich keine tollen Trips mehr unternommen, über die es was zu berichten gäbe).

Uni
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Final Exams hier weniger als 50% der Endnote zählen. Das bedeutet: Gruppenarbeiten, Präsentationen, Case Studies, mündliche Mitarbeitsnote etc. Mir meine Endnote aus diversen Teilleistungen auszurechnen habe ich aufgegeben, ich lasse mich einfach überraschen was am Ende dabei rauskommt… ;-) Obwohl ja vorher jeder gesagt hat, dass die Uni anstrengend ist, dachte ich mir immer „sooo anstrengend wirds ja wohl nicht sein…“ und naja, man überlebt es zumindest und ich persönlich habe viel dazu gelernt (eher sprachlich, aber auch fachlich).

Kanadier
… sind im Allgemeinen sehr nett, offen und hilfsbereit und einfach einen Tick gelassener. Und laut. Sich leise unterhalten können die nicht… Aber immer noch besser als die Amis. Und sie mögen Deutsche, zumindest gibt’s sehr viele die bereits in Deutschland waren und hier auch deutsch lernen oder es schon können.

Essen
Kanada bietet ähnliche Fast Food Ketten wie die USA, die spezielle Kette hier ist Tim Horton’s… mmhhh, lecker ;-) Sonst gibt es hier noch alles zu kaufen, was mit dem berühmten Ahorn zu tun hat (also Maple Syrup, Maple Butter, Maple Cookies etc.). Noch sowas, wo man sich ganz schnell dran gewöhnt und der Sirup ist hier auch um Längen besser als der, den man in Deutschland kaufen kann. Weitere Besonderheiten sind die BeaverTails (frittierte Teigfladen mit Belag nach Wahl) und natürlich Poutine (Pommes mit dunkler Bratensoße und Käse), eine „Spezialität“ aus Québec. Gerne „koche“ ich das, sobald ich zurück bin, mal für euch… ;-)

Wetter
Regen, Sonne, Kälte, Wärme, Schnee, … 25 Grad T-Shirt Wetter Mitte Oktober und 2 Grad und eisiger Wind zwei Wochen später. Mal sind es nur -8 Grad, am nächsten wieder 5 Grad und Schnee (na gut, den gabs erst einmal und auch nur für ein paar Stunden lang). Aber hey, bei der Abwechslung wirds wenigstens nicht langweilig. Nur jetzt könnte es für die restliche Zeit schneien, denn eigentlich ist das ja normal um die Zeit hier… Und da die Temperaturen in Vancouver eher mild sind, wird das mit den weißen Weihnachten dieses Jahr vermutlich wieder nix. Wobei Weihnachtsstimmung hier eh nicht aufkommt… Es gibt keine Weihnachtsmärkte und nur wenig Dekoration (und das, was man kaufen kann ist si kitschig, dass will man sich gar nicht ins Zimmer stellen – und da ist ja bekanntlich auch gar kein Platz um was hinzustellen).

Ungewöhnliches
Ungewöhnlich findet man nach einer Weile ja bekanntlich nicht mehr so viel, weil man sich daran gewöhnt. Im November liefen plötzlich die meisten Kanadier mit nem Schnäuzer rum, was natürlich ausgesprochen dämlich aussah bei den meisten, aber großartig gewundert habe ich mich nicht, schließlich leiden so einige hier an Geschmacksverirrung. Was das auf sich hatte haben wir erst letztes Wochenende in Erfahrung bringen können: man kann sich auf der Movember Seite registrieren lassen und durch seinen Schnäuzer das Bewusstsein für (Prostata-)Krebs erhöhen und Fundraising betreiben. Aber da heute schon Dezember ist, kamen die ersten Schnäuzer wieder ab.
Nicht gerade ungewöhnlich ist der verschwenderische Umgang mit Wasser (in der gesamten Uni und im Wohnheim gibts nur Hähne, auf die man draufdrücken muss und dann läuft das ne Weile, auch mal 10 Minuten oder länger wenn der Hahn klemmt; und in der Toilette stehen auch einige Liter Wasser im Toilettenbecken, das sowieso viel größer ist als in Europa, warum auch immer) und Strom (in der Küche und auf dem Flur brennt 24h am Tag das Licht) und so weiter. Man gewöhnt sich ja schon selber daran, lässt sein Licht im Zimmer brennen wenn man zum kochen oder duschen geht, benutzt Unmengen an Papierhandtüchern zum Hände und Geschirr abtrocknen, schmeißt seinen kompletten Müll einfach in eine Tonne, obwohl die Mülltrennung hier genauso wie in Deutschland funktioniert.
Dass in den USA alles etwas größer ist, weiß man ja. Aber das sich das auf Produkte so auswirkt hätte ich irgendwie nicht gedacht. So besitze ich jetzt eine 750ml Shampooflasche und eine 532ml Duschgelflasche ;-)

Sonst war ich wie gesagt in den letzten Wochen mit Tests und Assignments beschäftigt und habe kaum Fotos gemacht. Dienstag waren wir dann noch im Kino J. Edgar mit Leonardo di Caprio anschauen und morgen Abend sind wir auf einer Dinner Party eingeladen und gehen feiern. Ich berichte dann mal wieder, wenns was Neues gibt ;-)