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Die letzten Tage vergingen wie im Flug…! Jetzt bleiben noch 5 Tage in Ottawa. Leider blieb in der letzten Zeit auch gar nicht sooo viel Zeit, andere Dinge zu machen, da ich drei Klausuren an drei aufeinanderfolgenden Tagen geschrieben habe… Jetzt ist das gröbste aber überstanden und ich schreibe nur noch einen Multiple Choice Test am Mittwoch abend, bevor wir Donnerstag ziemlich früh losfliegen nach Vancouver. Das „kleine Problem“ mit der Ferienwohnung konnten wir zum Glück auch lösen – hat aber nochmal einiges an Zeit und Nerven gekostet aber wir haben wohl eine Lösung gefunden, mit der wir alle zufrieden sind.

Die Mädels auf der Dinner Party

Vorletztes Wochenende stand eine Dinner Party an. Das Essen war wirklich super lecker, eines der besten seit längerem ;-) Anschließend sind wir wieder zurück ins Wohnheim gefahren um dann noch feiern zu gehen. Da ziemlich viele Leute mit waren war es ganz witzig, aber dass ich die Discos hier nicht so besonders mag hab ich glaub ich auch schon mal irgendwo erwähnt. Am Samstag war dann nicht viel los, die meisten hatten nen kleinen oder größeren Hangover. Wir waren daher abends beim letzten Hockey Heimspiel der Gee Gees vor unserem Abflug. Und tatsächlich haben die Gee Gees auch mal gewonnen!

Tabaret Hall weihnachtlich geschmückt

Pünktlich zum Nikolaus (der hier übrigens gar nicht ‚gefeiert‘ wird) erreichte mich dann endlich ein Paket aus Deutschland mit Plätzchen und einer Süßigkeitenration für die letzten Tage hier, worüber ich mich natürlich sehr gefreut habe :-) Jetzt hab ich auch endlich einen Adventskalender, mit dem die Zeit bis zum 25.12. sogar noch schneller vorbei geht. Allerdings habe ich nach 10 Tagen schon fast alles aufgegessen…Na ja, vielleicht bekomme ich ja bald nochmal etwas Nachschub ;-)

In der Zwischenzeit waren wir dann nochmal bei Cora’s frühstücken und es war wieder richtig super. Ich habe was mit Früchten bestellt und dazu gabs dann zum dippen eine Art Nutella – sehr lecker! Außerdem waren wir nochmal im Kino in „The Descendants“ mit George Clooney, aber so wirklich umgehauen hat mich der Film nicht, da fand ich „J. Edgar“ viel besser. Dennoch eine nette Abwechslung zu Gossip Girl, da habe ich bald alle Folgen durch ;-) Sonst war wie gesagt aufgrund der Klausuren und letzten Assignments nicht so viel los. Die ersten Leute sind auch schon weg oder fahren jetzt am Wochenende.

Obwohl hier irgendwie nicht sooo viel Weihnachtsstimmung aufkommt, ist die ganze Dekoration und Beleuchtung echt schön – teilweise natürlich etwas zu kitschig, aber so ist mans ja aus Nordamerika gewöhnt! Schnee haben wir bisher leider nicht viel gesehen, der ist immer wieder gleich weg. Dafür ist es heute verdammt kalt mit minus 12 Grad…

Gestern abend waren wir dann noch Poutine essen, da wir das bisher erst einmal an der Uni gegessen haben und das war nicht soo besonders toll. Daher waren Carina und ich mit Alice, Léa und Pauline in der Smoke’s Poutinerie. Poutine sind Pommes mit dunkler Bratensoße und Cheddar Käse. Ja, nicht besonders gesund, aber ab und an wirklich ganz lecker, wenn man Lust auf Fast Food hat.

Heute abend geht es dann nochmal auf eine Party, bevor es dann bald vorbei ist. Ich freue mich aber auch schon darauf, wieder zu reisen und was anderes zu sehen und aus diesem Wohnheim auszuziehen…

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Endspurt…

…bis es wieder nach Deutschland geht dauert es zwar noch ein bisschen, aber die Studienzeit neigt sich so langsam schon dem Ende zu. Nächsten Mittwoch enden die Vorlesungen, die letzten Gruppen- und Einzelarbeiten müssen eingereicht werden und dann folgen noch die Final Exams… Ja und das war’s dann auch schon mit dem „Abenteuer Auslandssemester“. Zeit also, mal etwas zurück zu blicken (im Endeffekt habe ich aufgrund der Tests und Assignments und des kälteren Wetters in den letzten Wochen nämlich keine tollen Trips mehr unternommen, über die es was zu berichten gäbe).

Uni
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Final Exams hier weniger als 50% der Endnote zählen. Das bedeutet: Gruppenarbeiten, Präsentationen, Case Studies, mündliche Mitarbeitsnote etc. Mir meine Endnote aus diversen Teilleistungen auszurechnen habe ich aufgegeben, ich lasse mich einfach überraschen was am Ende dabei rauskommt… ;-) Obwohl ja vorher jeder gesagt hat, dass die Uni anstrengend ist, dachte ich mir immer „sooo anstrengend wirds ja wohl nicht sein…“ und naja, man überlebt es zumindest und ich persönlich habe viel dazu gelernt (eher sprachlich, aber auch fachlich).

Kanadier
… sind im Allgemeinen sehr nett, offen und hilfsbereit und einfach einen Tick gelassener. Und laut. Sich leise unterhalten können die nicht… Aber immer noch besser als die Amis. Und sie mögen Deutsche, zumindest gibt’s sehr viele die bereits in Deutschland waren und hier auch deutsch lernen oder es schon können.

Essen
Kanada bietet ähnliche Fast Food Ketten wie die USA, die spezielle Kette hier ist Tim Horton’s… mmhhh, lecker ;-) Sonst gibt es hier noch alles zu kaufen, was mit dem berühmten Ahorn zu tun hat (also Maple Syrup, Maple Butter, Maple Cookies etc.). Noch sowas, wo man sich ganz schnell dran gewöhnt und der Sirup ist hier auch um Längen besser als der, den man in Deutschland kaufen kann. Weitere Besonderheiten sind die BeaverTails (frittierte Teigfladen mit Belag nach Wahl) und natürlich Poutine (Pommes mit dunkler Bratensoße und Käse), eine „Spezialität“ aus Québec. Gerne „koche“ ich das, sobald ich zurück bin, mal für euch… ;-)

Wetter
Regen, Sonne, Kälte, Wärme, Schnee, … 25 Grad T-Shirt Wetter Mitte Oktober und 2 Grad und eisiger Wind zwei Wochen später. Mal sind es nur -8 Grad, am nächsten wieder 5 Grad und Schnee (na gut, den gabs erst einmal und auch nur für ein paar Stunden lang). Aber hey, bei der Abwechslung wirds wenigstens nicht langweilig. Nur jetzt könnte es für die restliche Zeit schneien, denn eigentlich ist das ja normal um die Zeit hier… Und da die Temperaturen in Vancouver eher mild sind, wird das mit den weißen Weihnachten dieses Jahr vermutlich wieder nix. Wobei Weihnachtsstimmung hier eh nicht aufkommt… Es gibt keine Weihnachtsmärkte und nur wenig Dekoration (und das, was man kaufen kann ist si kitschig, dass will man sich gar nicht ins Zimmer stellen – und da ist ja bekanntlich auch gar kein Platz um was hinzustellen).

Ungewöhnliches
Ungewöhnlich findet man nach einer Weile ja bekanntlich nicht mehr so viel, weil man sich daran gewöhnt. Im November liefen plötzlich die meisten Kanadier mit nem Schnäuzer rum, was natürlich ausgesprochen dämlich aussah bei den meisten, aber großartig gewundert habe ich mich nicht, schließlich leiden so einige hier an Geschmacksverirrung. Was das auf sich hatte haben wir erst letztes Wochenende in Erfahrung bringen können: man kann sich auf der Movember Seite registrieren lassen und durch seinen Schnäuzer das Bewusstsein für (Prostata-)Krebs erhöhen und Fundraising betreiben. Aber da heute schon Dezember ist, kamen die ersten Schnäuzer wieder ab.
Nicht gerade ungewöhnlich ist der verschwenderische Umgang mit Wasser (in der gesamten Uni und im Wohnheim gibts nur Hähne, auf die man draufdrücken muss und dann läuft das ne Weile, auch mal 10 Minuten oder länger wenn der Hahn klemmt; und in der Toilette stehen auch einige Liter Wasser im Toilettenbecken, das sowieso viel größer ist als in Europa, warum auch immer) und Strom (in der Küche und auf dem Flur brennt 24h am Tag das Licht) und so weiter. Man gewöhnt sich ja schon selber daran, lässt sein Licht im Zimmer brennen wenn man zum kochen oder duschen geht, benutzt Unmengen an Papierhandtüchern zum Hände und Geschirr abtrocknen, schmeißt seinen kompletten Müll einfach in eine Tonne, obwohl die Mülltrennung hier genauso wie in Deutschland funktioniert.
Dass in den USA alles etwas größer ist, weiß man ja. Aber das sich das auf Produkte so auswirkt hätte ich irgendwie nicht gedacht. So besitze ich jetzt eine 750ml Shampooflasche und eine 532ml Duschgelflasche ;-)

Sonst war ich wie gesagt in den letzten Wochen mit Tests und Assignments beschäftigt und habe kaum Fotos gemacht. Dienstag waren wir dann noch im Kino J. Edgar mit Leonardo di Caprio anschauen und morgen Abend sind wir auf einer Dinner Party eingeladen und gehen feiern. Ich berichte dann mal wieder, wenns was Neues gibt ;-)

17.11.2011

Heute in 5 Wochen sitzen wir bereits im Flugzeug nach Vancouver. Manchmal kommt mir die Zeit hier wie Ewigkeiten vor (naja, hauptsächlich dann wenn ich für Tests lernen muss), manchmal verfliegt sie aber auch nur so. In letzter Zeit habe ich daher eigentlich nicht besonders viele spannende Sachen gemacht und die Zeit der Wochenendtrips ist leider vorbei (unglaublich, wie schnell man sich daran gewöhnt, ständig eine andere Stadt zu sehen). Jeder ist, besonders unter der Woche, eigentlich mit Alltagsdingen beschäftigt wie Vorlesungen besuchen, Assignments schreiben, für Tests lernen oder eben einkaufen, Sport usw.

Letzte Woche habe ich es dann mal ins War Museum geschafft, welches ich mir unbedingt anschauen wollte. Am Freitag war Remembrance Day, daher war es nicht die schlauste Idee, Donnerstag Abend ins Museum zu gehen, da eine Horde Kinder unterwegs war (die sich natürlich ganz besonders für Kanadas Beteiligung an den Kriegen interessiert haben…). Interessant war es trotzdem, die Geschichte mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Lediglich die Panzerausstellung fand ich nicht sonderlich interessant ;-)

Donnerstag morgens haben wir kulinarisch mal wieder was ausprobiert und waren bei „Cora’s“ frühstücken. Das war dann auch so reichhaltig, dass ich den Rest des Tages nicht mehr viel essen musste, aber auch unglaublich lecker (und nicht ganz so billig – ich sollte nicht ständig „yes, yes“ sagen :D).

Nachdem der Freitag abend eher ruhig war, gings Samstag abend mal feiern. Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das alle Clubs in etwa gleich (schlecht) sind… Ganz witzig wars trotzdem. Bald hab ich meinen „Vodka-Orange-Cooler“ auch leer – nicht sonderlich empfehlenswert… Fotos habe ich aber nicht gemacht, da in mein neues kleines Täschchen nur entweder das Portemonnaie oder meine Kamera passt und ich wollte unbedingt meine 10 Dollar Kleingeld ein wenig loswerden (durch die Steuer, die am Ende draufgeschlagen wird ist das Geld abzählen etwas schwierig, weil man nie so genau weiß was man bezahlen muss – die 13% HST nicht einfach vorher draufzuschlagen ist echt sowas von sinnlos…). Obwohl ich gar kein Euro-Kleingeld dabei habe und auch alle US Dollars in eine Schublade geschmissen habe, habe ich ein 1 Cent in € sowie mehrere US Quarters und Dimes in meinem Portemonnaie gefunden… Sieht ja auch irgendwie alles ähnlich aus! Ich sollte wirklich mal mehr als einen Blick auf mein Rückgeld werfen ;-)

Montag abend habe ich dann noch eine kleine Überraschung erlebt. Da Dienstag der 15.11. war, wurde hier zumindest an meiner Tür mein „halber Geburtstag“ gefeiert (die ganze Tür war geschmückt mit Luftballons und Schildern etc.). Wieso weiß ich nicht so recht, vielleicht dachten die Mädels ich wäre traurig darüber, meinen Geburtstag nicht im Wohnheim zu erleben…? In der Residence passieren manchmal wirklich seltsame Dinge… Ich freu mich jedenfalls auf eine nicht verklebte und ölverschmierte Herdplatte und 15 Minuten richtig warmes Wasser aus der Dusche.

So und da ich morgen einen Test schreibe, werde ich jetzt mal wieder mein Lehrbuch aufschlagen. Ich glaube, ich habe noch nie so viel für die Uni gelesen. Jedenfalls weiß ich dank meines Services Marketing Buches nun auch, wieso wir die Rechnung immer gleich nachdem das Essen abgeräumt wurde auf den Tisch geknallt bekommen: in Kanada (und den USA) wird dies als Zeichen von gutem Service gesehen, während sich die Spanier (vermutlich Westeuropäer generell) dadurch unter Druck gesetzt fühlen und es als unhöflich empfinden. Liegt vermutlich auch daran, dass in Deutschland mehr Getränke zum essen konsumiert werden, während wir uns hier schon angewöhnt haben, nur noch Leitungswasser dazuzubestellen…

Halloween & Ottawas schöne Seiten

Halloween. Da war ja was. Nachdem wir bei Isabelle in Trenton in der Woche davor einen Kürbis geschnitzt hatten stand Halloween dann am Montag an. Ich hatte ja eher weniger Lust auf ne Halloween Party und das verkleiden und für die kanadischen Mädels war Halloween scheinbar sowieso hauptsächlich die Freikarte zum nuttig aussehen. Ich hatte also kein Kostüm (wozu auch ohne Halloween-Party), aber wir haben trotzdem an drei Häusern geklingelt und ein paar Süßigkeiten bekommen :D Mir war das Ganze dann aber irgendwie zu doof… Besonders, da es schon 22 Uhr war und ich ja eh kein Kostüm hatte und außer uns niemand unterwegs war. Immerhin ist Halloween nun auch vorbei…

Sonst ist in den letzten Tagen eigentlich nichts spannendes passiert, da die Abgabe des Französisch-Assignments anstand. Ich war demnach ziemlich glücklich als ich das Ding dann Donnerstag Abend ausgedruckt habe und konnte das Curry, das wir abends noch gekocht haben (oder besser gesagt uns kochen ließen) auch richtig genießen. Es war ziemlich lecker und auch gar nicht mal so scharf, aber ich hatte auch riesigen Hunger und hätte vermutlich alles gegessen. Aber da ich ja kein Asiate bin, hab ich kein Foto von meinem Teller gemacht (die fotografieren wirklich alles. „Memories!!“).

Château Laurier

Gestern war ich nach einem Gruppentreffen noch mit Carina in Ottawa unterwegs ein paar Fotos machen. Ist bisher irgendwie auf der Strecke geblieben. Und heute haben wir unsere Kaffeepause im Rideau-Center verbracht und bei Cinnabon ein Zimtteilchen gegessen und heiße Schokolade getrunken. Ich geh ja gar nicht so ab auf Starbucks und Co. wie viele andere hier, aber bei Tim Horton’s kann ich zu einer Hot Chocolate für $ 1,40 nicht nein sagen ;-) Jaja, Essen spielt eine wichtige Rolle. Besonders bei den begrenzten Kochmöglichkeiten, die man hier hat…

Am Dienstag steht schon die nächste Abgabe an, diesmal ists ein Creative Report für Advertising & Promotion. Und ich hab die nette Aufgabe, Storyboards für zwei Werbespots zu erstellen! Das gefällt mir schon mal besser, als acht Seiten wissenschaftlichen Text mit einfachem Zeilenabstand zu schreiben ;-)

So und nun die Frage: War das zu viel Text? Zu langweilig?

Toronto & Niagara Falls

Seit gestern Nachmittag bin ich zurück von meinem Trip. Die Woche hatten fast alle Studenten der uOttawa frei, so dass ich wie die meisten anderen Austauschstudenten die Zeit zum Reisen genutzt habe. Statt nach Miami, Orlando oder Singapur ging’s für mich allerdings „nur“ nach Toronto, zu den Niagara Fällen und nach Trenton zu Isabelle und ihrer Familie, einer Freundin aus dem Wohnheim. Neben Vancouver waren Toronto und die Niagara Fälle für mich noch die letzten Orte, wo ich unbedingt während des Auslandssemesters hinwollte. Mit nur 5 Stunden Fahrt liegt Toronto ja auch ganz in der Nähe, quasi ein Katzensprung in Kanada ;-)

Nach der Ankunft in Toronto haben wir uns erst mal auf den Weg zum Hostel gemacht, um unsere Sachen abzulegen und danach gings auf den CN Tower hoch. War ganz nett, aber ich fand den Preis doch ein bisschen zu überteuert ;-) Lustigerweise haben wir auf der Aussichtsplattform Willy, einen anderen Austauschstudenten, getroffen. Das ist jetzt schon die dritte oder vierte zufällige Begegnung in den USA/Kanada (Max und seine Tante haben wir auf Cape Cod kennen gelernt und dann zweimal in Harvard getroffen, drei Mädels aus Deutschland, die wir auch auf Cape Cod kennen gelernt haben, haben wir anschließend im Greyhound auf dem Weg nach Kanada und dann nochmal morgens im Hostel in Montréal getroffen), wirklich witzig, wo man die Leute überall so trifft.

Sonnenuntergang über den Great Lakes vom CN Tower aus.

Danach wollten wir eigentlich noch den Sonnenuntergang von Toronto Island aus beobachten, aber der Sonnenuntergang war dann ja eh schon vorbei und die Fähre ist nicht mehr gefahren. Haben dann stattdessen eine Weile nach einem Restaurant gesucht und sind natürlich beim Asiaten gelandet. Und weils dort so günstig war, waren wir Dienstag Abend gleich nochmal dort Essen ;-)

Verrückte Asiaten und Sascha.

Dienstag sind wir gegen Mittag zu den Niagara Fällen gefahren. Leider hat es angefangen zu regnen, als wir bei den Fällen waren. Die Niagara Fälle sind nicht mal die höchsten Fälle in Kanada, aber trotzdem fand ich es interessant das mal zu sehen, aber ein Highlight wars jetzt nicht gerade. Noch dazu kommt, dass das Örtchen eine einzige Touristenhochburg ohne Charme war und man sich auf der Hauptstraße ein bisschen wie auf dem Rummel vorkam. Eigentlich wollten wir dann in ein Outlet, aber da wir das nicht gefunden hatten und kein amerikanisches Bargeld dabei hatten, haben wir es dann dabei belassen und sind wieder zurück gefahren, da der nicht-deutsche Teil unserer Reisegruppe für Regen und kühlere Temperaturen nicht gewappnet war.

Toronto ansich hat mir total gut gefallen. Trotz Regen haben wir uns am Mittwoch dann noch die einzelnen Viertel der Innenstadt angeschaut, auch wenn es ohne Dauernieselregen sicher schöner gewesen wäre. Im Vergleich zu den anderen kanadischen Städten ist es eben eine richtige Großstadt.

Abends sind wir dann zu Isabelle gefahren, die zwischen Toronto und Ottawa in Trenton wohnt und dort die letzten zwei Tage noch verbracht. Das war wirklich super – leckeres Essen, Shopping in Kingston (ich bin jetzt ausgestattet für Kälte mit neuen Handschuhen und Mütze!), DVD schauen, quatschen, chinesische Ausdrücke lernen und noch mehr Essen. Jaa, Essen könnte man hier schon gut, aber kalorienarm ist es nicht gerade :-D Von Isabelles Familie wurden wir auch sehr nett aufgenommen und es war wirklich interessant, mal für zwei Tage das Familienleben kennenlernen zu können, da ich während meines Paris-Aufenthaltes zum Beispiel allein durch das tägliche Miteinander mit der Gastfamilie viel mehr vom französischen Leben mitbekommen habe als ich bisher vom kanadischen Leben mitbekommen konnte. Und natürlich haben wir auch nen Halloween-Kürbis gemacht – Mr. J! (eigentlich ging es nämlich bei den anderen Mädels abgesehen von Carina und mir auch permanent nur um Männer, die alle Decknamen haben wie Mr. S, Mr. G usw…).

So und jetzt bin ich wieder zurück und darf so ein doofes Assignment für meinen Französisch Kurs schreiben, aber immerhin auf Englisch… Die ersten Prüfungsergebnisse hab ich auch schon und entgegen meiner Erwartungen lief es doch besser als ich dachte… :-D

Und was gibt’s bei euch so Neues?!