Halloween & Ottawas schöne Seiten

Halloween. Da war ja was. Nachdem wir bei Isabelle in Trenton in der Woche davor einen Kürbis geschnitzt hatten stand Halloween dann am Montag an. Ich hatte ja eher weniger Lust auf ne Halloween Party und das verkleiden und für die kanadischen Mädels war Halloween scheinbar sowieso hauptsächlich die Freikarte zum nuttig aussehen. Ich hatte also kein Kostüm (wozu auch ohne Halloween-Party), aber wir haben trotzdem an drei Häusern geklingelt und ein paar Süßigkeiten bekommen :D Mir war das Ganze dann aber irgendwie zu doof… Besonders, da es schon 22 Uhr war und ich ja eh kein Kostüm hatte und außer uns niemand unterwegs war. Immerhin ist Halloween nun auch vorbei…

Sonst ist in den letzten Tagen eigentlich nichts spannendes passiert, da die Abgabe des Französisch-Assignments anstand. Ich war demnach ziemlich glücklich als ich das Ding dann Donnerstag Abend ausgedruckt habe und konnte das Curry, das wir abends noch gekocht haben (oder besser gesagt uns kochen ließen) auch richtig genießen. Es war ziemlich lecker und auch gar nicht mal so scharf, aber ich hatte auch riesigen Hunger und hätte vermutlich alles gegessen. Aber da ich ja kein Asiate bin, hab ich kein Foto von meinem Teller gemacht (die fotografieren wirklich alles. „Memories!!“).

Château Laurier

Gestern war ich nach einem Gruppentreffen noch mit Carina in Ottawa unterwegs ein paar Fotos machen. Ist bisher irgendwie auf der Strecke geblieben. Und heute haben wir unsere Kaffeepause im Rideau-Center verbracht und bei Cinnabon ein Zimtteilchen gegessen und heiße Schokolade getrunken. Ich geh ja gar nicht so ab auf Starbucks und Co. wie viele andere hier, aber bei Tim Horton’s kann ich zu einer Hot Chocolate für $ 1,40 nicht nein sagen ;-) Jaja, Essen spielt eine wichtige Rolle. Besonders bei den begrenzten Kochmöglichkeiten, die man hier hat…

Am Dienstag steht schon die nächste Abgabe an, diesmal ists ein Creative Report für Advertising & Promotion. Und ich hab die nette Aufgabe, Storyboards für zwei Werbespots zu erstellen! Das gefällt mir schon mal besser, als acht Seiten wissenschaftlichen Text mit einfachem Zeilenabstand zu schreiben ;-)

So und nun die Frage: War das zu viel Text? Zu langweilig?

Zwischen Montréal und Camping…

…liegt ein Wochenende in Ottawa! Nachdem ich innerhalb der Woche nicht so besonders spannende Dinge gemacht habe, stand am Freitagabend dann eine Housewarming-Party an. Freitag war gefühlt der mit Abstand kälteste Tag bisher, aber an die Kälte müssen wir uns ja sowieso gewöhnen und die Kanadier laufen tatsächlich noch mit Flip Flops und T-Shirt herum, obwohl wir gerade mal 7 Grad hatten. Auf der Party waren dann fast alle Telfer Exchange Students und unsere Mentoren und es war ziemlich witzig. Ich habe mich mit einigen Leuten unterhalten, die ich sonst nicht so wirklich sehe. Trotzdem wäre es für mich wohl nichts, so weit weg vom Campus zu wohnen (auf der Gatineau-Seite… aber die Holländer fahren ja so gerne Fahrrad und damit sinds angeblich sogar nur 15 Minuten).

Gestern haben wir dann tagsüber Chinatown und Little Italy einen Besuch abgestattet. Aber eigentlich ist das hier nichts besonderes, da es das auch in New York, Boston und Montréal gab… Als wir dann auch noch in einem chinesischen Supermarkt waren hatte ich eigentlich genug von Chinatown und in so einen Supermarkt werde ich garantiert keinen Fuß mehr setzen (zum Glück habe ich nur die Fischabteilung gesehen, aber das hat mir schon gereicht. Igitt!). In Little Italy haben wir dann noch gegessen (für mich gabs Canneloni mit Spinat-Ricotta-Füllung und Tomatensoße, sehr lecker!). Leider ist das Essen- und Trinken gehen hier überhaupt nicht so entspannt wie in Europa. Aber in den USA war es schlimmer, wenn man nicht direkt was neues bestellt hat, kam sofort die Rechnung und getrennt bezahlen war da auch nicht drin, so dass es immer sehr mühselig war. In Kanada ist das schon besser und meistens bekommt jeder seine eigene Rechnung und die letzten Male wurde uns das Trinkgeld auch nicht direkt auf die Rechnung drauf geschrieben. Dabei lässt die Qualität des Essens hier häufig auch zu wünschen übrig und wie groß die Portion ist, lässt sich im vorhinein auch oft schlecht abschätzen, aber man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles. Deutschland hat also auch so einige gute Seiten ;-)

Gestern Abend waren Carina und ich dann noch bei Alice und Léa eingeladen. Die beiden Französinnen wohnen in einem super schönen und vor allem auch recht großen Haus ganz in der Nähe der Uni. Als wir herausgefunden haben, dass sie zu dritt weniger für das Haus bezahlen als wir für unser Wohnheimzimmer waren wir schon etwas neidisch. Alles in allem war es ein sehr lustiger Abend, der bestimmt bald wiederholt wird.

Zum Schluss noch ein kleiner Gruß in privater Sache: Danke, dass es dich gibt! Ich liebe Dich.

Erste Eindrücke aus Ottawa

Mittlerweile bin ich schon fast seit einer Woche in Ottawa. Die letzten Tage gingen ziemlich schnell um. Donnerstag und Freitag hatten wir sozusagen Einführungstage mit den anderen Studenten der Telfer School of Management. Am Samstag sind wir vom Hostel in die Marchand Residence (Wohnheim) gezogen und mussten erstmal noch einige Sachen kaufen. Hier ist es etwas anders als in deutschen Wohnheimen: Man kann in der Küche nichts lagern außer in den Kühlschränken, da alle Schränke zugenagelt sind. So darf ich also jedes Mal mein Geschirr und Besteck und die trockenen Lebensmittel ein Stockwerk höher in die Küche tragen und wieder zurück. Aber für 3,5 Monate werde ich es wohl überleben… Der Vorteil am Studentenwohnheim ist auf jeden Fall, das man leicht Leute kennen lernt und das Wohnheim auch der zentrale Treffpunkt ist, von wo aus es dann losgeht.

Gestern waren wir dann noch abends bei der Lightshow am Parliament, wo die Geschichte Kanadas gezeigt wurde. Heute haben wir eine Photo Rallye oder sowas gemacht und dabei einen berühmten Beavertail gegessen – war superlecker und sicherlich nicht der letzte ;-)

Das ist mein Zimmer.

Das Parlament beleuchtet von der Lichtshow.